Bosch

Learnings

Life Areas

  1. Automotive-Fokus war gestern: Bosch deckt mit seinen Angeboten bereits weite Bereiche unseres Lebens ab und erweitert seinen Fokus um (digitale) Produkte und Services (Smart Home). Zielsetzung ist ein umfassendes Angebot für das vernetzte Leben.
  2. Der Endkunde wird dabei immer wichtiger: Bosch geht mit neuen Angeboten jetzt auch vermehrt direkt auf den Endkunden zu (Scootersharing, Smart Home). Vorteil: Bosch lernt die Bedürfnisse seiner Nutzer besser kennen, sammelt Daten für die Weiterentwicklung seiner Angebote und kann im Live-Test seine Komponenten-Technologien verproben.

    Rollen

  3. Variable Positionierung je nach Angebotsbedarf: Bosch agiert sowohl als Enabler (in seiner Kern Life Area Mobilität) als auch als Realizer (z.B. mit seinen Heimwerkerangeboten) und als Orchestrator (z.B. durch eine Notfallapp in der Life Area Gesundheit).
  4. Daten sind das neue Öl: Bosch etabliert zunehmend neue Services auf Basis datengetriebener Geschäftsmodelle
  5. „No one can do I(o)T alone.“ (Bosch-Slogan): Bosch kooperiert mit Tech- und Industrieplayern und öffnet sich nach außen zur Anreicherung des Angebots u.a. im Industrie 4.0-Umfeld.

    Ableitungen für andere Unternehmen:

I. Produkte werden zukünftig durch Bedürfnisse (Life Needs) ersetzt, der Kunde muss hier immer im Mittelpunkt der Unternehmenspositionierung stehen. Als Unternehmen muss ich verstehen, was dieser möchte. Mit Sensoren kann ich Bedürfnisse erfassen, mit Data Analytics auswerten und mit Künstlicher Intelligenz prognostizieren.

II. Branchengrenzen fallen und der Wettbewerb zwischen Unternehmen wird durch den Wettbewerb um die besten Ökosystemangebote ersetzt. Als Unternehmen muss ich verstehen, welche Positionierung ich einnehme: Orchestrator, Realizer oder Enabler.

III. Auf dieser Basis kann ich entscheiden, ob ich Ökosystemangebote für meine Kunden selbst entwickle, diese mittels einer Kooperation anbiete oder durch ein Investment oder eine Übernahme z.B. eines Startups mir einkaufe.